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Berufungskommissionen

Berufungskommissionen haben die Aufgabe, aus den Bewerbern um eine ausgeschriebene Professorenstelle geeignete Kandidaten auszuwählen. Dazu wird für jede freie Professorenstelle eine eigene Berufungskommission gebildet. Die Auswahl der Bewerber, die letztendlich berufen werden sollen, geschieht durch Sichtung der Bewerbungsunterlagen und Einladung von geeignet erscheinenden Kandidaten zu Vorträgen vor der Kommission. Die Kommission erstellt einen Berufungsvorschlag mit drei Personen in priorisierender Reihenfolge und legt sie dem Fakultätsrat zur Beschlussfassung vor.

Ablauf einer Berufung

  • Voraussetzung: Eine Professorenstelle („Professur“) wird frei oder die Fakultät richtet eine neue ein.
  • Im Fakultätsrat wird auf Vorschlag des Dekanats die Ausrichtung bzw. Widmung der Professur (d.h. das Fachgebiet) festgelegt. Dies erfolgt auf Grund von Überlegungen wie „welches Grundgebiet ist aktuell nicht abgedeckt“ und „mit welchem Spezialgebiet können wir unsere Fakultät aufwerten“. Ggf. muss dazu eine Professur umgewidmet werden.
  • Das Dekanat schreibt die Stelle in einschlägigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften aus.
  • Der Fakultätsrat wählt eine Berufungskommission sowie einen Vorsitzenden (an dem die ganze formale Arbeit hängen bleibt).
  • Die Berufungskommission trifft sich in mehreren Sitzungen, in denen die Bewerbungen gesichtet werden. Mal sind es unter 10 Bewerbungen, mal auch über 60… meist kann ein guter Teil relativ schnell aussortiert werden.
  • Im Laufe der Zeit einigt sich die Kommission auf weniger als 10 Kandidaten, die zur genaueren Begutachtung zu einem Kolloquium (bzw. Gastvortrag) eingeladen werden. Hier haben gerade die Studierenden der Kommission die Gelegenheit, sich einen Eindruck vom Vortrags- und Lehrestil des Kandidaten zu machen.
  • Die Kommission einigt sich auf eine Liste von Kandidaten, die in der Listenreihenfolge gefragt werden sollen, ob sie die Stelle annehmen. Diese Liste muss noch von Fakultätsrat und Senat abgesegnet werden.
  • Schlussendlich verhandeln Dekanat und Rektorat mit den Kandidaten über Gehalt, Mittel, Mitarbeiter, Räume, Ausstattung usw. Akzeptiert der Kandidat das Angebot nicht, wird dieses verbessert oder der nächste von der Liste gefragt.
  • Sobald ein Kandidat akzeptiert hat, tritt dieser die Professur an und die Berufungskommission löst sich auf.

Selbst mitmachen!

Jeder Informatik-Studierende hat die Möglichkeit, sich in eine Berufungskommission wählen zu lassen. Hier bietet sich die Möglichkeit, einmal eine andere Seite der Professorenschaft kennenzulernen und tatsächlich mitzudiskutieren. Hier sieht man auch, wie ein Bewerbungsverfahren an der Uni läuft. Und keine Angst, meistens sind mehrere Studis beteiligt – und meistens ist mindestens ein erfahrener Studi mit dabei. Halt einfach die Augen offen, lies auf der FSInfo-Studis-Mailinglisten mit, schau mal auf den Dekanatsseiten, ob demnächst eine Professorenstelle vakant wird … oder sprich mit den FSRlern.

Demokratische Struktur

Je nach Anzahl der Bewerbungen auf eine Stelle ist der Arbeitsaufwand für die Mitglieder der betreffenden Kommission natürlich unterschiedlich groß. Für Studierende ergibt sich hier die Möglichkeit, aktiv an Personalentscheidungen des Fachbereiches mitzuwirken.

Eine Berufungskommission besteht aus mindestens 3P:1S:1W, kann aber auch größer sein. Die Professoren haben allerdings immer die absolute Mehrheit. Die Sitzungen von Berufungskommissionen sind nichtöffentlich, da es sich um Personalangelegenheiten handelt.

gremien/bk/start.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/14 13:19 von dino